Thema „Sicher im Kreis!? Oder hat Silvester doch alles verändert?“

Pressemitteilung

JU_AschermittwochEuskirchener JU Kreisverband veranstaltete politischen Aschermittwoch

Der Kreisverband der Jungen Union Euskirchen hat am 10. Februar seinen traditionellen politischen Aschermittwoch veranstaltet und durfte dabei auch viele CDU-Mitglieder und externe Gäste begrüßen.

Am 10. Februar ab 19:00 Uhr hat der Kreisverband der Jungen Union Euskirchen seinen traditionellen politischen Aschermittwoch im „Cafe Classico“ in Mechernich-Kommern veranstaltet. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Ingo Pfennings. freute sich, rund 50 Gäste zum Thema „Sicher im Kreis!? Oder hat Silvester doch alles verändert?“ begrüßen zu dürfen. Nach einer kurzen Einleitung durch den Vorsitzenden und einer Schweigeminute für die Opfer des Zugunfalls in Bad Aibling wurden die Gäste durch drei kurze Vorträge von den Referenten in das Thema eingeführt.

Den ersten Vortrag hielt der Vorsitzende des Arbeitskreises „Innere Sicherheit“ der CDU im Kreis Euskirchen, Karlheinz Hoesgen. Dieser gab den Gästen einen Einblick in die aktuelle bundes- und landespolitische Lage und erläuterte, was dies für den Kreis Euskirchen heißt. Zudem wies er darauf hin, dass die schwierige Unterscheidung von Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen auch sicherheitspolitisch ein Problem ist. Zum einen sei es in manchen Ländern zum Geschäftsmodell geworden, auswanderungswillige Menschen über Krisenländer wie Afghanistan als Kriegsflüchtling nach Europa einzuschmuggeln. Zum anderen gelte dies leider auch für etwaige IS-Schläfer, da „…es IS-Kämpfern in Syrien gelungen ist, Amtsstuben zu stürmen und dabei Blanko-Pässe zu erlangen“.

Als Zweiter berichtete der Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Rolf Klöcker, von der aktuellen Situation in den vom Roten Kreuz betreuten Notunterkünften im Raum Euskirchen. Diese sei generell durchaus positiv. Aufgrund der Jahreszeit seien die Unterkünfte aktuell nicht voll belegt, es gab bislang keine gravierenden, strafrechtlichen Vorfälle und er hoffe, dass dies auch weiterhin so bleibe. Auf Nachfrage des JU- Kreisvorsitzenden zur Motivation der ehrenamtlichen Helfer nach den schrecklichen Ereignissen der Silvesternacht bescheinigte Herr Klöcker den Ehrenamtlern weiterhin eine hohe Hilfsbereitschaft und gute Stimmung. „Nach Köln hat keiner der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Notunterkünften der DRK sein Ehrenamt niedergelegt. Wir sind Ihnen dafür sehr dankbar, denn ohne freiwillige Helfer ist es nicht zu schaffen.“ Ehrenamtliche Helfer engagieren sich nicht nur in der direkten Unterbringungsbetreuung. sondern auch bei Integrationsschulungen oder Sprachkursen.

Den letzten Vortrag übernahm Markus Hilgers, der stellvertretende Kreisvorsitzende der Polizeigewerkschaft im Kreis Euskirchen. Dieser ging dabei vor allem auf die zu dünne Personaldecke der Polizei im Kreis Euskirchen ein. „Wir sind das kleine gallische Dorf. Man lässt uns als kleine Kreispolizeibehörde am ausgestreckten Arm verhungern.“ Dabei hätten gerade auch Ereignisse wie in der Silvesternacht direkte Auswirkungen auf die Personaldecke: „Am Morgen danach mussten wir sofort zwei Kollegen abordnen. Die sind bis heute nicht zurück.“ Generell sei der Kreis Euskirchen noch ein sicherer Fleck, jedoch hat die Verkleinerung des örtlichen Personalbestands ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht. Aktuell seien im Kreis Euskirchen maximal 5 Streifenwagen im Einsatz, 1984 habe man noch zwölf Einsatzfahrzeuge inklusive des dafür notwendigen Personals gehabt. „Damals hatte man noch Zeit zu ermitteln und Verkehrskontrollen durchzuführen. Das

kennen wir heute gar nicht mehr und Präsenz in der Fläche können wir so definitiv nicht zeigen!“ Diese Personalknappheit zeige sich auch in der Schwierigkeit, die leider immer wieder auftretenden Einbruchswellen zu unterbinden oder wenigstens aufzuklären. Trotzdem sei eine Aufstockung in näherer Zukunft leider nicht zu erwarten, der Innenminister von NRW, Ralf Jäger (SPD), habe zwischenzeitlich sogar noch Personal einsparen wollen. „Er hat die Ausmaße noch nicht ganz begriffen, was jetzt alles auf die Polizei zukommt.“ Und das, obwohl bis 2023 vermutlich 160 der 230 gerade im Kreis aktiven Beamten in Rente gehen werden.

Der Kreisvorsitzende der CDU im Kreis Euskirchen, Detlef Seif (MdB), dankte den Referenten für die engagierten Ausführungen und bekräftige nochmals, dass es keinesfalls sein dürfe, dass Frauen Angst davor hätten, sich alleine in öffentlichen Räumen aufzuhalten. „Das kann und darf für uns als Gesellschaft nicht akzeptabel sein!“

Im Anschluss an die drei Vorträge diskutierten die Gäste sehr rege untereinander und mit den vier Diskussionspartnern. Als Moderator stellte der JU-Kreisvorsitzende anerkennend fest: „Ich bin sehr erfreut darüber, dass wir ein solch emotional aufgeladenes Thema so sachlich und konstruktiv diskutieren!“.

Die Veranstaltung endete gegen 22:00 Uhr.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Ingo Pfennings zeigte sich mit dem Abend sehr zufrieden: „Ich denke, dass es uns gerade durch die Kombination dieser Referenten gelungen ist, einen passenden Diskussionsrahmen für dieses sehr wichtige Thema zu schaffen. Als Fazit nehme ich aus der Veranstaltung mit

  1. Wir müssen den Kolleginnen und Kollegen von Herrn Klöcker und Herrn Hilgers für Ihre große Einsatzbereitschaft danken.
  2. Wir müssen gerade auch auf politischer Ebene Druck auf Düsseldorf ausüben, damit die angespannte Personalsituation bei „unserer“ Polizei zeitnah verbessert wird.
  3. Wer wirklich Flüchtling ist, dem müssen wir unsere Hilfe anbieten und gewähren! Wer aber unsere Hilfe missbraucht, der hat sein Recht darauf verwirkt.
  4. Wir leben im Kreis Euskirchen immer noch in einem sicheren und guten Fleckchen Erde – ja auch trotz der wiederholten Einbruchsserien – aber wir alle müssen etwas dafür tun, damit es so bleibt, gerade auch wir Jungen!“
Junge Union